Archive for the ‘Kurz notiert’ Category

Professor Schuppert im Porträt: Freie Rede für den Jugendmedienschutz

Donnerstag, Dezember 1st, 2011

Unsere Reporterin Anna Stunic berichtet von ihren Eindrücken der Rede von Prof. Dr. Gunnar Folke Schuppert von der Humboldt-Universität Berlin.

Herr Schuppert erzählt frei, verwendet nicht zu viele Fachwörter und formuliert leicht verständlich. So fällt es wesentlich leichter, seine Rede zu verfolgen.
Um seine Aussagen zu erklären und zu verdeutlichen, greift er aktuelle Beispiele aus den Nachrichten und  aus seinem Alltag auf.

Ab und zu lockert er seine Rede auch mit kurzen Scherzen auf. Dadurch dass er sehr lebhaft erzählt, und seine Stimme gekonnt einsetzt, wird das Zuhören zusätzlich leichter und die Rede spannender.

Herr Schuppert benutzt klare und souveräne Gesten – sein Vortrag wird dadurch lebhafter als der ein oder andere seiner Kollegen vom Vortag.

Obwohl er während seiner Rede des Öfteren vom Kernpunkt des Themas abweicht, schließt er ein Hauptthema stets mit einer klaren Aussage ab. Auch die Einleitung eines Themas erfolgt in einem klaren, aussagekräftigen Satz.
Weil eine solche frei erzählte Rede viel leichter zu verfolgen ist, bin ich der Meinung, dass Reden öfter auf diese Weise gehalten werden sollten.

 

Von Anna Stunic

Die Redaktion der Jungen Presse ist live dabei

Donnerstag, Dezember 1st, 2011

Neun junge Journalisten der Jungen Presse begleiten die Jumeta in diesem Blog live. Seit Mittwoch früh um 5 sind wir unterwegs, um für euch vor Ort zu berichten.

In der Meistermannhalle haben wir unsere gläserne Redaktion aufgebaut und schwirren zwischen Konferenzraum, Interviewpartnern und Laptops hin und her. Die Themen sind vielfältig. Vom Bericht über die Check Ups vom Mittwoch über ein Interview mit dem Pornoanwalt und einen Kommentar zum Jugendschutzrecht ist vieles dabei.

Die Redakteure sind Jungjournalisten zwischen 15 und 23 Jahren, die bereits in Schüler- und Tageszeitungen aktiv sind. Im Rahmen der Live-Redaktion können sie sich praktisch ausprobieren und den Journalistenalltag einmal hautnah miterleben.

Die Junge Presse ist der in Nordrhein-Westfalen ansässige Verein junger Medienmacher. Der Verein ist seit 60 einer der größten bundesweit aktiven Jugendmedienverbände. Rund 12.000 Nachwuchsjournalisten nutzen die Angebote des ehrenamtlich organisierten Vereins.

Neben der live Berichterstattung bietet die Junge Presse viele Seminare für medieninteressierte Jugendliche an, um zukünftige Journalisten praktisch auszubilden und vertritt außerdem die Rechte junger Medienmacher.

von Katrin Rulle

Aufholjagd der Politik

Mittwoch, November 30th, 2011

Der Rechtsberater Dr. Murad Erdemir fordert radikale Veränderungen im Jugendmedienschutz. Die rasante Entwicklung des Internets hat die Politik längst überholt, sagt er. Der Gesetzgeber soll nun aufarbeiten, was in den letzten Jahren versäumt wurde.

Die klassischen Alterseinschränkungen, wie man sie aus dem Fernsehprogramm kennt, lassen sich nicht einfach auf das Internet übertragen, erklärt Eremir in seinem „Plädoyer für eine grundsätzliche Neukonzeption des Jugendmedienschutzes“. Ebenso spricht er sich gegen Filtersysteme wie der Online-Zensur aus, die in vielen Staaten bereits Standard sind.

„Das Internet lässt sich nicht regulieren wie der Straßenverkehr“, so Erdemir. Vielmehr fordert er ein Belohnungssystem für die Internetanbieter. Das soll Anreize schaffen, damit sich die Provider für den Jugendmedienschutz einsetzen Verantwortung übernehmen.

Die Selbstkontrolle der Internetgemeinschaft soll ernster genommen werden: „Die Community übernimmt die Rolle des sozialen Gewissens“, macht Eremir deutlich. Der Jugendmedienschutz müsse durch einfache und klare Regeln definiert sein. Nun sei es Aufgabe der Politik zu handeln.

 

Von René Reile

Facts & figures

Mittwoch, November 30th, 2011


Heute und morgen findet in den Räumen des ZDF die Jugendmedienschutztagung 2011 statt. Ungefähr 10 Leute planen die Veranstaltng gemeinsam seit März diesen Jahres.
In der Meistermannhalle, wo die Tagung größtenteils stattfindet, sitzen ca. 230 Jugendschutzbeauftragte, Journalisten, Vertreter der Fernsehsender sowie der evangelischen und katholischen Kirche, Politiker und natürlich die Referenten.
Die Wand hinter der Bühne ist komplett aus Glas, sodass man einen traumhaften Ausblick auf das Außengelände des ZDF hat. Neben der Bühne befinden sich zwei große Bildschirme, auf denen zum Beispiel auch schon das Video vom Song zur Jumeta von „Kunstrasen“ abgespielt wurde.

Außerdem gibt es noch mehrere kleinere Bildschirme, auf denen die Live-Übertragung der drei Kameras zu sehen ist, die die Veranstaltung die ganze Zeit filmen. Die Aufnahmen kann man auch in der Mediathek des ZDF anschauen, und werden später archiviert.
Für die Gäste im Saal gibt es etwa 200 freie W-Lan Anschlüsse, von denen wir von der Jungen Presse auch schon neun Stück in Anspruch genommen haben.
Während der ganzen Tagung gehen 2 Herren des ZDF mit Mikrofonen herum, und geben den Leuten die Möglichkeit aktiv ihre Meinung beizusteuern.
Für Verpflegung ist natürlich auch gesorgt. Vor dem Konferenzsaal befindet sich ein Buffet, auf dem man Obst, und Getränke finden kann. Und zum Mittagessen gab es Kartoffelsuppe mit Würstchen.

Von Anna Stunic